Gedenktafel Joseph von Fraunhofer

Fraunhofer-300

Tafel an der historischen Glashütte Joseph von Fraunhofers in Benediktbeuern

Über die Person

* 6. März 1787 in Straubing
+ 7. Juni 1826 in München

Elftes Kind einer Glasermeisterfamilie. Vom elften Lebensjahr an sechs Jahre Lehrzeit bei dem Münchener Hof-Spiegelmacher und Zierratenschleifer Weichselberger ohne Möglichkeit, eine Schule zu besuchen. 1801 beim Einsturz eines Hauses verschüttet. Ab 1806 Geselle im neugegründeten Mathematischmechanischen Institut von Reichenbach, Liebherr und Utzschneider. Ab 1811 Gesamtleitung der Glashütte in Benediktbeuern. 1807 Versuche zur Beugung des Lichts, 1824 Herstellung des Dorpater Refraktors. 1823 Professor und Konservator am Physikalischen Kabinett der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Ritter des Ordens der bayrischen Krone. Geniale Ideen zum Erschmelzen, Bearbeiten und Prüfen optischer Gläser, zur Berechnung von Linsen für Fernrohre und Mikroskope und zum Bau optischer Instrumente. Entdeckung der „Fraunhoferschen Linien“ im Spektrum des Sonnenlichts.

Die Tafel wurde am 11. Juni 1963 an der historischen Glashütte Joseph von Fraunhofers in Benediktbeuern angebracht.

Joseph von Fraunhofer wirkte an dieser Stelle von 1807 bis 1819. Hier begründete er die erste wissenschaftlich geführte optische Werkstatt zum Erschmelzen, Bearbeiten und Prüfen optischer Gläser, entwickelte Verfahren zum Berechnen von Linsen für Fernrohre und Mikroskope und erschloß neue Wege zum Bau optischer Instrumente.
Seine Entdeckung der nach ihm benannten ``Fraunhoferschen Linien`` im Spektrum des Sonnenlichtes leitete die spektrochemische Analyse der Gestirne ein.