Goldschmiedekunst trifft Technikforschung: Die Gestaltung der diesjährigen Werner-von-Siemens-Ringe

Wie übersetzt man das Themenfeld mRNA-Impfstoff in einen Ring?
Oder Nano-Mikroskopie?

Den diesjährigen Wettbewerb zur Gestaltung des Werner-von-Siemens-Rings gewann der Goldschmied Joachim Katzmann. Er gewann mit Entwürfen, die eine gelungene ästhetische Übersetzung dieser Herausforderungen versprechen.

Die Ringe

Alle Ringe basieren auf klassischer Goldschmiedekunst. Sie integrieren detailreiche Ornamente, die Viren und respektive Synapsen darstellen. Die gewählte Formensprache schafft eine gelungene Verbindung zwischen der Tradition des Preises und der symbolischen Bildsprache hochaktueller Forschung.

Die Kassetten

Die Gestaltung der Kassette für die vier Ringe des Teams Uğur Şahin, Özlem Türeci, Christoph Huber und Katalin Karikó besticht durch eine raffinierte Anordnung der vier Ringe, die das Forschungsgebiet und den Teamgedanken symbolisiert.

Ebenfalls individuell abgestimmt ist die Kassette für den Preisträger Stefan Hell, die sein Fachgebiet greifbar würdigt.

Über den Goldschmied Joachim Katzmann

Der Goldschmied Joachim Katzmann in seiner Werkstatt

1970 schloss Joachim Katzmann seine Ausbildung zum Goldschmied ab und legte 1977 seine Meisterprüfung ab. Von 1975 bis 1977 besuchte er die staatliche Zeichenakademie in Hanau, wohin er im Anschluss einer Berufung als Fachlehrer folgte.

Herr Katzmann betreibt seit 1977 bis heute eine eigene Werkstatt, in der er sich der Goldschmiedekunst, dem Emaillieren, der Restauration und dem Metallbildnen widmet. 1991 wurde er zum Bundessachverständigen für Gold- und Silberschmiede am Bundesministerium für Bildung und Wissenschaften in Bonn ernannt.

Neben seinem künstlerischen Beruf und dem ehrenamtlichen Engagement ist Herr Katzmann seit jeher ein begeisterter Hobbysportler. Zuletzt trainierte er kontinuierlich Speedskaten auf Inlinern.